Gibt es Politiker die Drogen konsumieren?

In den letzten Jahren wurde immer wieder über hochrangige Politiker berichtet, die Drogen konsumieren. Da stellt sich die Frage, ob süchtige Politiker beeinflussbarer, korrupter, verlogener, unzurechnungsfähiger und bestechlicher sind.

Kapitel 1

Politiker und Drogen

Welche Politiker haben Drogen konsumiert?
Hochrangige Politiker mit Drogenerfahrungen oder möglichen Suchtverhalten

Am 01.11.2000 berichtete der Tagesspiegel über Kokainspuren auf den Toiletten des Reichstages. Auf 22 von 28 Toiletten wurden Spuren der Droge gefunden.

Laut einem Artikel der Welt, haben schon folgende Politiker Erfahrungen mit Drogen gemacht: Martin Lindner (FDP), Renate Künast (Die Grünen), Joschka Fischer (Die Grünen), Winfried Kretschmann (Die Grünen), Heinz Buschkowsky (Bezirksbürgermeister), Hans Eichel (SPD), Bill Clinton (US-Präsident), Arnold Schwarzenegger (Ex-Gouverneur), Barack Obama (US-Präsident) und Möglicherweise Ronald Schill (Hamburger Innensenator).

Das Manager Magazin veröffentlichte am 12.04.2017 eine Chronik über Michel Friedman, in der auch über den Kokain-Konsum des ehemaligen CDU-Bundesvorstandes berichtet wird.

Auch die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte eine Liste von Politikern, die Drogen ausprobiert oder konsumiert haben: Michael Gove (Kokain), Barack Obama (Marihuana & Kokain), Renate Künast (Marihuana), Claudia Roth (Marihuana), Hans Eichel (Haschisch), Bill Clinton (Marihuana) und Cate Faehrmann (MDMA).

Die Bild hat ebenfalls eine Liste mit Politikern herausgeben, die mit Drogen in Kontakt gekommen sind: Volker Beck (Die Grünen), Michael Hartmann (SPD), Ronald Schill (Richter), Alexander Alvaro (FDP), Michael Adam (SPD) und Martin Lindner (FDP).

Das Handelsblatt berichtete am 02.03.2016 über den Grünen-Politiker Volker Beck, der verdächtigt wurde Crystal Meth zu konsumieren. Er hat daraufhin alle seine politischen Ämter niedergelegt.

Am 24.10.2016 veröffentlichte die Ärzte Zeitung einen Beitrag über Adolf Hitler (NSDAP). In diesem wird die Vermutung geäußert, dass Hitler möglicherweise abhängig von der Droge Crystal Meth war. Seinen Soldaten verabreichte er die berühmte Panzerschokolade (Speed).

Kapitel 2

Arten der Sucht

Die 2 Arten der Sucht
Substanzgebundene und prozessgebundene Süchte

Das Online-Lexikon Wikipedia beschreibt die "Sucht" als das Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Dieses Verlangen kann so stark sein, dass die Kräfte des Verstandes untergeordnet werden.

Es kann zwischen zwei Süchten unterschieden werden. Den substanzgebundenen und den prozessgebundenen Süchten. Das "Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik" erklärt, dass eine substanzgebundene Sucht z.B. die Abhängigkeit zu einer Droge (z.B. Kokain, Nikotin, Alkohol oder Koffein) beschreibt. Dagegen drückt eine prozessgebundene Sucht die Abhängigkeit nach einer bestimmten Handlung (z.B. Spielsucht, Sexsucht oder Arbeitssucht) aus.

Beide Arten der Sucht gelten als destruktiver Einfluss, der negative Auswirkungen auf das eigene Selbst oder das direkte Umfeld haben kann.

Kapitel 4

Einfluss von Drogen

Theorie über Korruption unter Drogeneinfluss
Sind Drogenabhängige und Süchtige bestechlicher und korrupter?

Laut einem Artikel von der Entzugsklinik Lifespring, sind häufig erfolgreiche Menschen von der Sucht nach Kokain betroffen. Denn Erfolgstypen setzen hohe Ansprüche an die eigene Leistungsfähigkeit. Deshalb könnte Kokain für diese Menschen besonders interessant sein, da es zur Leistungssteigerung eingesetzt werden kann. Diese Droge hat zahlreiche negative Wirkungen. So kann Kokain die Hemmschwelle von Menschen sinken lassen – was z.B. zu einer höheren Gewaltbereitschaft führen kann.

Am 31.10.2002 berichtete der Tagesspiegel, dass die Droge Tilidin dafür eingesetzt werden kann, um die Angst zu betäuben. Durch die Einnahme dieser Droge könnte z.B. die Risikobereitschaft für Straftaten wie Einbruch gesteigert werden.

Wenn bestimmte Drogen die Gewaltbereitschaft, Risikobereitschaft oder die Hemmschwellen eines Menschen sinken lassen können, so wäre möglicherweise der Gedanke nicht abwegig, dass Drogensüchtige für Straftaten wie Bestechung und Korruption empfänglicher sind, als Menschen die suchtfrei oder suchtfreier leben. Jedoch kann an dieser Stelle nur eine Theorie darüber aufgestellt werden, ob Bestechung und Korruption unter Drogeneinfluss wahrscheinlicher ist – da dem Kompass-Archiv zu diesem Thema derzeit keine Artikel vorliegen.

Kapitel 5

Lügen

Lügen unter Drogeneinfluss
Lügen Drogenabhängige und Süchtige mehr?

Die Entzugsklinik Lifespring hat einen Artikel über das Verhalten von Kokainsüchtigen veröffentlicht. In diesem wird erklärt, dass die Kokainabhängigkeit einen sehr hohen Stellenwert in dem Leben eines Suchtkranken einnimmt. Wie es heißt, scheuen Abgängige keine Mühen, um erneut Kokain zu konsumieren. Das wird damit erklärt, dass Süchtige zwischen den Kokain-Pausen ein Gefühl der Leere verspüren, das mit zunehmender Dauer immer intensiver wird.

Kokainabhängige werden als starke Lügner eingestuft. Zum Einen könnten Süchtige lügen, damit sie Ihre Abhängigkeit verbergen können. Zum Anderen gehört Lügen generell zum Krankheitsbild der Kokainsucht. Laut Lifespring soll es auch Kokainsüchtige geben, die sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie Lügen. Zurückzuführen ist dieses Phänomen auf einen schwindenden Wirklichkeits- und Selbstwahrnehmungsverlust.

Kapitel 6

Fehler

Steigt die Fehlerquote unter Drogeneinfluss?
Sind Fehleinschätzungen bei Drogenabhängigen und Süchtigen häufiger?

Das Ärzteblatt machte im Jahr 2002 darauf aufmerksam, dass jugendliche Menschen unter Drogeneinfluss leichtsinniger beim Fahren eines Autos sind. Dadurch könnte z.B. die Unfallgefahr gesteigert werden. Das Kompass-Archiv vermutet, dass auch der Drogenkonsum bei erwachsenen Menschen dazu führen könnte, dass die Unfallgefahr beim führen eines Kraftfahrzeuges gesteigert wird. Somit wäre es möglich, dass Einschätzungen unter Drogeneinfluss generell fehlerbehafteter sein könnten – da das Konsumieren von Drogen möglicherweise die Konzentration des Betroffenen beeinträchtigt.

Die Techniker Krankenkasse veröffentlichte auf der firmeneigenen Webseite, dass Drogen Gehirnzellen zerstören können. Wenn diese Zellen einmal geschädigt sind, so können sich diese praktisch nicht mehr erholen. Die Folge ist eine Verminderung des geistigen Leistungsvermögen. Das Kompass-Archiv vermutet, dass eine geistige Limitierung ebenfalls das Risiko für schwere Fehleinschätzungen begünstigen könnte.

Kapitel 7

Hirnschäden

Vergessen Drogenabhängige und Süchtige schneller?
Gedächtnisprobleme und Hirnschäden durch Drogenkonsum

Wie die Ärzte Zeitung am 29.03.2016 berichtete, könne der Konsum von MDMA zu langfristigen Gedächtnisproblemen führen. Auch kann die Droge zu einer kurzfristigen Amnesie führen. Die Ärzte Zeitung führt als Beispiel einen 21 jährigen Mann an, der innerhalb einer halben Stunde ca. 50 Mal versuchte seine Hose anzuziehen.

Kapitel 8

Legalisierung von Drogen

Werden harte Drogen von Politikern legalisiert??
Forderung nach der Legalisierung von Kokain und Cannabis

Die Welt schrieb am 20.09.2020 über den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Dieser fordert die Legalisierung von Kokain und Cannabis, weil die Zahl der Drogentoten im ersten Halbjahr 2020 erneut gestiegen ist.

Ntv veröffentlichte am 04.11.2020 einen Artikel, der von der Neuregelung der Drogenpolitik einiger US-Bundesstaaten handelt. Es heißt, dass Oregon der erste Bundesstaat ist, in dem der Besitz harter Drogen wie Heroin und Kokain entkriminalisiert wurde. Bisher sind nur kleine Mengen dieser Drogen zugelassen.

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